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Ihr Wissensvorsprung.

Wir vermitteln Ihnen auf dieser Seite aktuelles Wissen rund um Ihren Bewegungsapparat, über Techniken und Hintergründe. Schauen Sie rein!

Füße können viel

Beim Gehen tragen sie das Dreifache des Körpergewichts. Nur ein Fünftel aller Erwachsenen haben gesunde Füsse und Zehen. 70% aller Fussprobleme entstehen durch ungeeignete Schuhe. Frauen haben 20-mal häufiger Fuss-Schäden als Männer.
Auftritt abfedern, Gleichgewicht halten, dynamische Fortbewegung ermöglichen oder Bodenunebenheiten ausgleichen. Unsere Füße sind die Garanten für unseren aufrechten Gang. Entsprechend hoch ist deren Belastung. Trotz dieser wichtigen Aufgaben werden die Füsse oft vernachlässigt und nicht selten wird bei der Schuhwahl dem modischen Aspekt mehr Aufmerksamkeit geschenkt als der Funktionalität.

Dies könnte mit der Zeit zu Deformationen führen, was heisst, dass Veränderungen im statischen Aufbau des Fusses entstehen. Dadurch entstehen Funktionseinbussen, was sich nicht selten in Schmerzen (Knie, Hüfte, Rücken) bemerkbar macht.



Fußprobleme?
Fußschmerzen sind ein Warnsignal des Körpers, das immer ernst genommen werden muss. Wenn die Füße das Signal Schmerz aussenden, muss man reagieren und etwas tun.

Ursachen von Fußschmerzen
- Überlastung durch langes Gehen und Stehen
- Übergewicht
- Statische Fehlbelastung durch nicht korrigierte Fehlstellungen wie
  Knickfuß, Senkfuß und Spreizfuß
- Fersensporn

 

- Hallux valgus (schmerzhafter Ballen)
- Zu enge oder zu kleine Schuhe
- Zu hohe Absätze, starre Sohlen aus nicht dämpfendem Material
- Druckstellen an Hühneraugen und Schwielen
- Hautverletzungen durch Fußpilz
- Eingewachsener Zehennagel



Diabetischer Fuß

Beim Diabetes mellitus ist der Stoffwechsel des Körpers gestört. Im Laufe der Zeit können durch einen hohen Blutzuckerspiegel Folgeerkrankungen im Körper entstehen. Die Folgeschäden sind Ausdruck von Veränderungen an den Blutgefäßen und Nerven. In erster Linie sind das: die Netzhaut des Auges (Retinopathie), die Nieren (Nephropathie) und die peripheren Nerven an Armen und Beinen (Neuropathie) betroffen. Durch letzteres resultiert der diabetische Fuß. Eine aus diesen Folgeschäden resultierende Erkrankung ist der diabetische Fuß. Circa 6 Millionen Bundesbürger sind Diabetiker.

 

empfohlene Leistungen

- Fußcheck
- Diabetiker Schuhe
- Pedographie


 

Fersensporn
Ein Fersensporn wird in Form von stechenden Schmerzen im Fuß im Bereich der Ferse beschrieben. Sie äußern sich insbesondere in den "ersten drei Schritten" nach dem Aufstehen und führen zu einer deutlichen Einschränkung in der Mobilität. Dieser heftige stechenden Schmerz läßt lediglich ein Humpeln zu, bei dem nur der vordere Teil des Fußes aufgesetzt wird. Die Schmerzen lassen häufig nach einiger Belastungzeit nach, können aber nach längerer Belastung wieder massiv  zunehmen. Der Betroffene hat auch unterschiedliche Phasen mit mehr oder weniger starken Schmerzen.

 

empfohlene Leistungen

- Fußdruckmessung (Pedographie)
- Fußscan
- Einlagen
- Sporteinlagen
- Schuhberatung


Hallux valgus
Der Hallux valgus ist eine der häufigsten Zehenfehlstellung beim Menschen. Sie ist gekennzeichnet durch eine Abweichung der Großzehe im Grundgelenk. Der sogenannte "Ballen" an der Zehe entsteht. Dieser ist oft entzündet und schmerzhaft. Durch die Zeit kommt es durch die Fehlbelastung des Gelenks zu einer schmerzhaften Arthrose im Großzehengrundgelenk. Der Hallux valgus tritt fast immer in Verbindung mit einem Spreizfuß auf, welche im Laufe des Lebens langsam zunimmt. Beide Krankheitsbilder beeinflussen sich im Verlauf gegenseitig negativ. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer.

 

empfohlene Leistungen
- Fußdruckmessung (Pedographie)
- Fußscan
- Einlagen
- Schuhberatung
- Hallux valgus Schienen
- Schuhe mit Hallux valgus Polster


 

Kniebeschwerden
Besonders Sportler haben wegen der starken Belastung des Gelenks beim Laufen häufig Knieprobleme. Durch Sport und die Bewegungen im Alltag wird das Kniegelenk oft überlastet und beginnt zu schmerzen. Eindeutig lassen sich solche funktionellen Kniebeschweden nicht einordnen. Zu den schweren Kniebeschwerden gehört die Bänder-, Sehnen- oder Meniskusverletzung. Den Beschwerden kann man vorbeugen mit Entlastung der Knie durch Abnehmen, Stärkungsübungen und den richtigen Sportschuhen und/oder Einlagen.

empfohlene Leistungen
- Laufanalyse
- Laufschuhberatung
- Sporteinlagen


Die Venen und Venenklappen

Venenklappen sind sozusagen die "Innenauskleidung" der Venen und sind besonders für den Rücktransport des Blutes zum Herzen wichtig. Da sie sich nur herzwärts öffnen können, kann auch das Blut nur in diese Richtung fließen. In der sogenannten Sog-und Druckpause schließen sich die Venenklappen und sorgen dafür, dass das in den Venen stehende Blut nicht mit der Erdanziehugskraft in die Beine zurückfließt.

Bei gesunden Beinen sind die Venenwände glatt und elastisch. Sie können sich möglichen Druckveränderungen innerhalb der Vene dadurch sehr gut anpassen. Wird die Beinmuskulatur betätigt, öffnen sich die Venenklappen und das Venenblut wird herzwärts transportiert. Sobald die Muskulatur erschlafft, schließen sich die Klappen und ein Zurückfließen des Blutes in das Bein wird verhindert.

Bei geschädigten Venenwänden erweitern sich die Venen und die Venenklappen lassen sich infolgedessen nicht mehr schließen. Grund dafür können ein Krampfaderleiden oder auch Thrombose sein. Es kann passieren, dass das Venenblut im Bein gestaut wird. Folgen sind zunächst ein Schweregefühl und Müdigkeit in den Beinen, später kann es zu Wasseransammlungen im Gewebe und zuletzt zu Ernährungsstörungen der Haut bis hin zum "offenen Bein" kommen.

Um das zu vermeiden gibt es das Mittel der Kompression. Der Blutfluss normalisiert sich, die Venenklappen können wieder besser schließen und die typischen Beschwerden, wie schwere oder schmerzende Beine, klingen ab.

 

Lymphödem (Gewebeschwellung)

Lymphödem= sicht-und tastbare Flüssigkeitsansammlung im Zwischenzellraum. Die sich dort befindliche Flüssigkeit kann nicht mehr ausreichend über die Lymphgefäße abtransportiert werden und führt so zu einem Rückstau und Ansammlung von Flüssigkeit in den Zwellzwischenräumen (Ödem=Schwellung).

Hauptsächlich unterscheidet  man zwei Entstehungswege des Lymphödems. So kann es bereits anlagebedingt eine Schwachstelle des Körpers sein; hier spricht man dann von einem "primären" Lyphödem, da die Ursache für die Einschränkung im Aufbau des Lymphgefäßsystems selber liegt. Funktioniert dieses System allerdings von seiner Anlage her tadellos und es kommt durch eine Einwirkung von außen (z.B. Verletzung, Operation) zu einer Schädigung spricht man von einem "sekundären" Lymphödem.

Die Lymphödem-Behandlung ist die 2-phasige Komplexe Physikalische Entstauungstherapie kurz KPE.

Dabei ist die Phase 1 die Entstauung und die Phase 2 die Konservierung und Optimierung. In beiden Phasen besteht die KPE aus vier Elementen, die nur, wenn sie auch gemeinsam angewandt werden, zum bestmöglichen Erfolg führen. Die vier Elemente sind: Hautpflege, manuelle Lyphdrainage (ML), Kompressionstherapie und Bewegungstherapie.